XTAR 3960 mWh (2500 mAh) im Test

Februar 2026



Einleitung / Transparenzhinweis:

Mit dem 3960 mWh Modell bringt XTAR einen sehr interessanten Akku, der nicht nur der erste Akkus von XTAR ist, der offiziell 3A unterstützt, er bietet als erster Akku am Markt auch eine Ladeanzeige in form einer LED. Diese leuchtet je nach Ladezustand unterschiedlich oft:



Verwendung mit freundlicher Genehmigung von XTAR

Die Akkus wurden mir von XTAR kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.



Messwerte:





AA Akku Rangliste



Temperaturen beim Laden:






Auswertung:

Die gemessenen Akkus erreichen im Schnitt bis zu 2396 mAh bzw. 3440 mWh. Damit liegt dieses Modell von XTAR im aktuellen Wh-Ranking auf Platz 9 von 41. Die Zellen im Inneren sollen laut XTAR 3960 mWh (1100 mAh) haben, gemessen habe ich 3790 mWh (1054 mAh). Eine Abweichung von 4%, welche man noch als akzeptablen Bereich der Fertigungstoleranzen bezeichnen kann.

Die Akkus bieten natürlich einen wirksamen Schutz vor Tiefentladung, vollständiges aufladen dauert 2,5 Stunden.



3A problemlos - auch der beste Akku für hohe Ströme?

XTAR verspricht nicht zu viel, diese Akkus sind die besten 1,5V Akkus des Herstellers, wenn es um hohe Ströme geht. Die 3A schaffen alle vier getesteten Akkus problemlos. Keine Aussetzer (0V drop), keine zu hohen Temperaturen:




Zieht man zur Beurteilung, welcher Akkus für hohe Ströme am besten geeignet ist, die 4A Messungen heran, dann liefern die Keeppower P1450i zwar die meiste Energie, allerdings liefern sie keine 1,5V. Die Spannung bewegt sich währen der gesamten Messungen zwischen 0,95V und 1,2V. Die XTAR 3960 mWh hingegen liefern mindestens 1,5V. Aus diesem Grund würde ich, beurteilt auf Basis der 4A Messungen sagen, die XTAR 3960 mWh sind die besten Akkus für hohe Ströme.

Und bei 3A? Diese Stromstärke liefern deutlich mehr Modelle am Markt, z.B. auch die XTAR LR 3000 mAh. Berücksichtigt man die gesamte Energie die die Akkus bei 3A liefern, liegen die XTAR 3960 auf Platz 3




Beurteilt man allerdings nur die Energie die die Akkus oberhalb von 1,35V liefern, dann gibt es einige Verschiebungen, der XTAR 3960 ist aber weiterhin auf dem dritten Platz.




Nur Keeppower P1450i und P1450i2 sind besser. Die haben aber auch den Vorteil, dass sie aufgrund des Spannungsverlaufs viel Energie oberhalb von 1,35V abgeben können, insbesondere das P1450i Modell. Die XTAR 3960 haben hingegen eine 1,1V Phase in der ca. 20% der Energie dann nicht berücksichtigt wird. Da der Spannungsverlauf häufig ein wichtiges Kriterium ist, ob ein 1,5V Akku im anvisierten Verbraucher bestmöglich nutzbar ist, lässt sich hier kein eindeutiger Sieger benennen.

  • Für CLR Modelle ist der P1450i2 der beste Akku für hohe Ströme.
  • Für CER Modelle ist der P1450i der beste Akku für hohe Ströme.
  • Für CSR Modelle ist der XTAR 3960 der beste Akku für hohe Ströme.
  • Für LR Modelle ist der XTAR LR 3000 mAh der beste Akku für hohe Ströme.


"Nur" 2400 statt 2500 mAh:

Die Akkus erreichen „nur“ 2400 mAh statt der aufgedruckten 2500 mAh. Das sind 4% weniger, eben genau die 4% weniger, die auch die internen Zellen haben. Damit ist die Erklärung schnell gefunden. Was mich allerdings etwas wundert ist, dass XTAR im Vergleich zu anderen Modellen aus eigenem Haus überhaupt 2500 mAh angibt. Schaut man sich die XTAR 4100 mWh (2450 mAh) mit USB-Port an, dass sind diese hier …

Bild des Akkus

… muss man wissen, dieses Modell heißt zwar „4100“, hatte aber nie eine Zelle mit dieser Energiemenge. Auch dieses Modell war und ist eigentlich ein 3960 mWh Modell. Nicht nach meinen Messungen, sondern so steht es im Datenblatt von XTAR (im Kleingedruckten). Wenn dieses Modell nur auf 2450 mAh kommen soll, wie soll der XTAR 3960 mWh dann 2500 mAh schaffen? Beide Modelle sind vom Typ CSR (1,5V + 1,1V Phase). Laut XTAR hat das neue Modell nur eine sehr kleine 1,1V Phase (10%).



Verwendung mit freundlicher Genehmigung von XTAR

Das ältere Modell kommt auf etwa 20%. Je größer die 1,5V Phase ist (bzw. je kleiner die 1,1V Phase ist), je weniger mAh erreichen die Akkus, bei gleicher Ausgangsenergie.

Basierend auf diesem Wissen hätte ich vor dem Test gesagt: Die Akkus erreichen eher 2350 bis 2400 statt 2500 mAh, was letztendlich auch eingetreten ist. Zwei Faktoren beeinflussen das Ergebnis dann aber zugunsten „2500 mAh“.

Statt nur 10% ist die 1,1V Phase etwa 20% groß. Und: Die Wandlerverluste liegen bestenfalls bei 9,2% (beim XTAR 4100 mWh waren es 10%). 0,8% klingt nicht nach viel, sind aber gleichbedeutend mit etwa 25 mAh die die Akkus mehr liefern können. Insofern sind die 50 mAh mehr die XTAR bei diesem Modell angibt, gar nicht so unrealistisch. Und falls die Zellen im Inneren die 1100 mAh (3960 mWh) tatsächlich hätten, sind 2500 mAh auch realistisch. Vielleicht hatte ich dieses mal etwas Pech, denn die vier Exemplare haben "nur" 1054 statt 1100 mAh.



Advent Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier.



Verwendung mit freundlicher Genehmigung von XTAR

Zugegeben, die Adventzeit ist schon vorbei. Aber geliefert wurden mir die Akkus in dieser Zeit. Das neue Feature, wollte ich natürlich sofort ausprobieren. Aber das klappte nicht auf anhiebt. Ok, vielleicht liegt es daran, dass die Akkus ein paar Stunden im kalten Paketbriefkasten lagen. Also ließ ich sie bis zum nächsten Morgen liegen. Aber auch dann funktionierte dieses Feature meist nicht. In vielleicht ein von zehn Fällen klappte es.



Verwendung mit freundlicher Genehmigung von XTAR

Ich schaute mir die Werbebilder nochmal genauer. Ok, der Finger ist winzig im Vergleich zum Akku, aber man soll den Pluspol berühren. Klappt nicht. Vielleicht drücken? Nein, auch nicht. Noch stärker drücken? Ja, jetzt klappt es. An dieser Stelle könnte man denken, man muss den Pluspol wirklich drücken, wie einen Schalter. Nein, dass muss man nicht. Nach etwas herumprobieren habe ich Folgendes feststellen können:

  • Einen Teil der kreisrunden Fläche die sich um den erhabenen Pluspol befindet zu berühren, reicht nicht
  • Auch den metallischen Pluspol und die umliegende Fläche teilweise zu berühren, reicht nicht
  • Auch nur den metallischen Pluspol vollständig zu berühren oder leicht zu drücken, reicht nicht
  • legt man eine Unterlegscheibe (aus Metall) auf, löst das die Funktions aus
  • legt man eine Unterlegscheibe (aus Kunststoff) auf, löst das die nicht Funktions aus

Bedeckt der Finger den metallischen Pluspol und die umliegende Fläche nahezu vollständig, dann wird die Funktion aktiviert. Dafür braucht man aber einen deutlich größeren Finger als die Dame auf dem Produktbild von XTAR.

Man kann den Akku auch genauso gut in die Handfläche drücken, oder an den Arm. Auch das funktioniert. Wenn man weiß wie die Funktion ausgelöst wird, funktioniert es sehr zuverlässig. Und praktisch ist es natürlich auch, denn bei 1,5V Akkus weiß man nicht wie voll sind sie. Einzig bei LR Modelle kann man es anhand der Ruhespannung abschätzen.

Ich vermute dieses Feature werden wir in Zukunft öfters sehen, vermutlich auch bei anderen Herstellern. Vielleicht auch in abgewandelter Form mit mehreren LEDs, oder auch LEDs in verschiedenen Farben für unterschiedliche Ladezustände. Aber eins wird XTAR immer bleiben: Sie hatten dieses Feature als erstes. Und solche Innovationen mag ich sehr.

Wenige Tage vor Veröffentlichung dieses Reviews habe ich bei Amazon einen weiteren Akku gefunden*, der dieses Feature ebenfalls bietet. „XTAR ONLINE“ dürfte, wie auch „ALLMAYBE“ eine weitere Marke von XTAR sein, die (vermutlich) exklusiv über Amazon vertrieben wird.



Preis/Leistungsverhältnis:






Fazit:

Mit offizieller Unterstützung von 3A und einer LED als Ladezustandsanzeige macht dieses Modell von XTAR zwei gute Schritte nach vorne in der Entwicklung der 1,5V Akkus. Hoffentlich ist beides (höhere Ströme, Ladezustandsanzeige) auch in zukünftigen Modellen von XTAR zu finden, insbesondere LR und CLR Modellen. Denn der 3960 mWh Akku ist ein CSR Modell, also mit konstanter 1,1V Phase. Mit bis zu 2396 mAh bzw. 3440 mWh liegen die gemessen Werte leicht unter der Herstellerangabe.



Weiterführende Links:

Eine tabellarische Übersicht aller getesteten 1,5V Akkus findet ihr hier.

XTAR 3960 mWh bei Akkuteile
XTAR 3960 mWh bei Flashlightgo* (10% Rabatt über diesen Link, egal was du kaufst)

Die letzten Tests im Bereich der 1,5V Akkus:

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