EVE INR18650-30P 3000 mAh (18650) im Test

März 2026




Einleitung und Transparenzhinweis:

Um nicht immer nur Vapcell, XTAR und Keeppower zu testen, habe ich mir Ende 2025 eine Liste erstellt was ich 2026 gerne auch mal testen möchte an Marken und Modellen. Molicel und Samsung findet man auch hierzulande und gelegentlich auch mal ein Modell von EVE. Aber Ampace, BAK, Reliance, Liitokala, DMEGC, Sinowatt oder Tenpower gibt es nur im Ausland.

Die hier getesteten Akkus kamen mit einigen Wochen Verzögerung an, für mich unproblematisch. Interessanter war allerdings die Rückmeldung des Händlers: Bestellungen in dieser Größenordnung (40 Akkus, ca. 200€ Warenwert, aufgeteilt auf zwei Bestellungen) scheinen dort eher unerwünscht zu sein.

Ich habe daher entschieden, den Händler künftig weder zu erwähnen noch zu verlinken – nicht, dass noch jemand auf die Idee kommt, ebenfalls „zu wenig“ zu bestellen. Stattdessen findest du am Ende dieses Reviews Shops, die sich auch über kleinere Bestellungen freuen.



Eckdaten:


Herstellerangaben Messung
Modell: INR18650-30P -
Format: 18650 -
Kapazität (typisch): 3000 mAh -
Kapazität (min.): 2900 mAh -
Maximum Discharge: 30 A (75°C cut off) -
Energie: keine Angabe 10,8 Wh
IR: ≤ 6 mΩ 12 mΩ




Messwerte:





Durchschnittliche Spannung ähnlich großer Akkus:





Gesamte Energie im Vergleich:





Maximale Temperaturen:





Auswertung:

Die EVE INR18650-30P sind nicht die besten Hochstromakkus, aber dennoch gut. Ihre Leistung liegt etwa auf dem Niveau der Vapcell S30. Die S30 kosten aber etwa dreimal so viel. Die 3000 mAh werden zwar nicht punktgenau erreicht, aber niemand kauft diesen Akku, weil er genau 3000 mAh braucht. Diesen Akku kauft man, um etwa 3000 mAh bei sehr hohen Strömen zu bekommen. Und das bei einer hohen Spannungslage. Genau das bieten diese Akkus.

Allerdings werden sie bei hohen Strömen auch sehr warm. Nachdem ich die XTAR 21700HP getestet hatte, habe ich mir Gedanken gemacht wie ich mit hohen Temperaturen bei zukünftigen Tests umgehe. Ich habe für mich eine Grenze bei 75°C festgelegt, bei der ich zukünftig Messungen beenden werde. Das ist warm genug, für einen offenen Messaufbau. Aktive Kühlung ins Spiel zu bringen, halte ich persönlich für das exakte Gegenteil von praxisnah. Akkus werden in Akkupacks zusammengepfercht oder landen in einem Aluminiumrohr der Taschenlampe, dass durch die hohe Leistungsaufnahme der LED(s) zusätzlich aufgeheizt wird.

Diese Akkus mögen vielleicht eine brauchbare Spannungslage bei 30A erreichen, aber CDR definiere ich für mich so:

  • Die durchschnittliche Spannung liegt bei über 3,2V und
  • Die maximale Temperatur in einem offenen Messaufbau liegt bei unter 75°C (oder eine niedrigere Temperatur die der Hersteller im Datenblatt angibt)

Jeder Hersteller und jeder Nutzer darf CDR anders definieren. Das ist absolut in Ordnung. Aber die 75°C definiert EVE bei diesem Akku selbst im Datenblatt. Die 30A aus dem Datenblatt tauchen im Netz an vielen Stellen auf. Manche Händler schreiben (richtigerweise) „75°C cut off“ dazu. Aber manchmal fehlt dieser Hinweis. Da sind die 30A dann nur die CDR. Eine genügend hohe Spannungslage mögen diese Akkus bei 30A haben. Die Spannung bei 30A kenne ich nicht und hätte ich auch, bei niedrigeren Temperaturen nicht bestimmen können. Meine Messstation ist auf 20A begrenzt. Und auf die 20A Messung habe ich verzichtet, da die maximale Temperatur bei dieser Messung vermutlich bei 80°C gelegen hätte. Ich hätte die Messung also kurz vor Ende abgebrochen und damit keine verwertbare Messreihe erhalten die ich mit anderen Akkus hätte vergleichen können.

20A CDR wäre für diese Akku meiner Meinung nach die bessere Angabe. Denn CDR-Werte mit einem (manchmal fehlenden Hinweis auf das) Temperaturlimit, sind in meinen Augen kein CDR Wert, sondern ein QDR (Quick Discharge Rate). Quick muss man hier nicht als kurzzeitig sehen, sondern als „bis eine Grenze X erreicht ist“. In diesem Fall ist die Grenze das Temperaturlimit.

Fairerweise sei an dieser Stelle aber auch erwähnt, EVE selbst die 30A nicht als CDR an, sondern als „Maximum Discharge“. Damit kann der Hersteller auch QDR oder Pulse Discharge meinen. Das Netz bzw. einige Händler haben aus den 30A eine CDR gemacht.



Fazit:

Leistung auf dem Niveau eines Vapcell S30 zum sehr günstigen Preis. Die mindestens 2900 mAh erreichen die Akkus, bis 15A ist die Spannungslage sehr gut. Bei 20A dürften die Akkus je nach Umgebungstemperatur die maximal 75°C die EVE freigibt bereits überschreiten. 30A Entladerate sind kurzzeitig sicherlich möglich, aber nicht die CDR.



Weiterführende Links:

Eine tabellarische Übersicht aller getesteten 3,6V Akkus findet ihr hier.

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Die letzten Tests im Bereich der 3,6V Akkus:

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